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Faktor Mensch: Süddeutsche Zeitung vom 06./07.03.2021 Erfolgsfaktoren: Glaubwürdigkeit, Haltung und Nähe

Wenn die Stimmumng runterfährt

Im Thema der Woche hebt der Autor Detlef Esslinger hervor,
“…dass die Führungskräfte ihrer Parteien ermöglichen, wovon z.B. die SPD …deutschlandweit nicht mal zu träumen wagt.”

Dieser Artikel legt die Erkenntnis dar, dass die Faktoren:

  • Glaubwürdigkeit
  • Haltung
  • Nähe

mit ERFOLG zu tun haben.

Demnach ist Erfolg eine Konsequenz, die eintrifft wenn Personen Inhalte und Führungsaufgaben “persönlich” nehmen.
An ihrer Wirkung erkennst Du sie! – in diesem Fall wird den so Erfolgreichen zugeschrieben, dass sie authentisch, glaubwürdig, zuverlässig und transparent sind.
An ihren Handlungen erkennst Du sie!
Nicht die Wahlversprechen, sondern die Umsetzungen nach der Wahl entscheiden.

Neu ist das alles nicht.
Es gibt einige, die von ihren Chefinnen und Chefs respektvoll sprechen.
Sie erzählen von einer Führungswirkung, die spürbar ist und im Umfeld eben auch  respektvolle Antworten und Aktionen bewirkt.

Warum verbreiten sich die oben genannten Werte nicht inflationär in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft?
Welch ein Nebel umwebt uns als MENSCH, der unsere Wirkung reduziert – ohne dass wir das so entschieden haben … oder doch?

Immer wieder bewegt mich die Frage:
Warum nimmt Mensch das eigene Leben nicht persönlich und lebt sich aus?
Eine der vielen Antworten, die ich gefunden habe:
Viele sind sich ihrer Werte nicht bewusst. Erleben wir Menschen mit anderen Werten – wissen wir, dass für uns was nicht stimmt und wissen zu selten: WARUM.

Die Werte fehlen im Bewusstsein von Unternehmen, Teams, Parteien und auch in der Gesellschaft. Doch vermutlich fehlen nur Zeit und Übung, Werte zu leben.

Wir sind und handeln als Individuum und als Mensch häufig so, als wenn wir sowieso keine Zeit haben für uns selbst. Und für eine Beschäftigung mit unserem Bewusstsein erst recht nicht.
Innehalten, um tiefer wahrzunehmen, zu fühlen und auch zu denken ist eben keine Modeerscheinung.

Vor diesem Hintergrund überraschte mich die Süddeutsche Zeitung
Und die Wochenendausgabe des Märzbeginns wirkt inspirierend – quasi wie ein Aufruf zur Initiative: MENSCH:vergissDichnicht!

In dem Artikel/Rubrik: Meinung schreibt Christina Berndt über die Pandemie in ihrem Kommentar: “Das schafft uns”:
“Ein Jahr nach der Seuche: Etliche Menschen sind einfach groggy. Die Politik hat an vieles gedacht, aber nicht an die Gesundheit der Seele. Daraus muss man Lehren ziehen – für das nächste Mal.”
Frau Berndt schreibt: “Ohne eine gesunde Seele ist alles nichts.”

Was hat der Erfolg durch Haltung, Glaubwürdigkeit und Nähe mit der Seele zu tun?
Ich sage: Alles!

Gesunde Arbeitswelten bedeutet für uns als arbeitende Menschen, das,
was wir tun, als sinnhaft, verstehbar und handhabbar erleben.

Wir benötigen dafür Nähe und Beziehung.
Zu allererst zu uns selbst, dann zu anderen und dann zu den Dingen und unseren Aufgaben. Wir brauchen mehr als Resilienz, die uns im Umgang mit Schwierigkeiten durchhalten lässt. Die Seelen-Bewegungen, das Beseelt sein und die daraus entstehende Qualität, die Mensch im Moment erlebt, ist das, was zählt.

Es ist interessant, darüber im Rahmen des Kommentars von Christina Berndt zu lesen.

Resümée:
Es wird also ernst. So ernst, dass wir uns ernst nehmen “sollten” – als MENSCH.
Und es ist ZEIT!

Zeit, dass wir neugieriger werden für uns und unsere Seele.

Wichtig erscheint mir dabei und ganz persönlich gesprochen,
dass wir der Verführung zur Optimierung widerstehen.
Mensch entfaltet, entwickelt und verändert sich bestenfalls entsprechend der inneren Werte, Ressourcen und Möglichkeiten – selbstbestimmt und selbstwirksam – so, wie es geht. Das trifft eben auch für Führungskräfte zu, die sich und ihr SELBST behaupten – indem sie sich selbst jenseits vom EGO führen.
Das ist leichter gesagt als getan und ist dennoch der Königsweg zur beseelten Wirksamkeit als Mensch.

Ich halte es für möglich, dass Empathie, Kreativität und Freude wächst,
indem jede/r sich im Bezug auf die eigenen WERTE besser kennenlernt beziehungsweise für sich SELBST die Zeit nimmt.

Die neue WIR – Kultur, um eine weitere Anforderung unserer Zeit aufzugreifen,  entsteht aus Personen, die sich und ihre Aufgaben persönlich nehmen können.

Danke fürs Lesen bis hierhin. Was denkst Du ? Was meinst Du dazu?